Trichomoniasis – Parasitäre Einzeller

Trichomoniasis ist eine Krankheit, die sexuell übertragbar ist. Sie wird durch parasitäre Einzeller, die sogenannten Trichomonaden, ausgelöst. Diese befallen den menschlichen Organismus, was zu Schleimhautentzündungen sowie Entzündungen der Geschlechtsorgane und Harnwege führt; ggf. kann auch anderes, umliegendes Gewebe betroffen und von den Trichomonaden befallen sein. Es ist eine weltweit auftretende Krankheit beider Geschlechter, wobei Frauen häufiger mit ihr zu kämpfen haben, während Männer mit asymptomatischen Verläufen zu rechnen haben. Es ist also eine Infektionskrankheit wie HIV, Syphilis oder Tripper.

Die Geschlechtskrankheit Trichomoniasis

Was tun bei Trichomoniasis?

Zählt man zu den 14% der weltweit betroffenen, helfen in der Regel ausschließlich Antibiotika. Dabei haben sich besonders folgende Derivate, aus der Familie der Nitroimidazole, als sehr effektiv erwiesen: (1) Metroidazol, (2) Nimorazol und (3) das in Deutschland nicht mehr im Handel erhältliche Tinidazol. Eine Trichomoniasis ist immer vom Arzt zu behandeln. Dieser verschreibt in der Regel auch die in Tablettenform zu nehmenden Antibiotika. Frauen werden teilweise mit einem Zäpfchen, das direkt in die Vagina eingeführt wird, behandelt. Auch der gesunde Partner sollte bei einer Trichomoniasis mit behandelt werden, da die Übertragung als äußerst risikoreich angesehen wird. Während der Behandlung ist zudem vollständig auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.

Wie sieht Trichomoniasis aus?

Die Erkrankung verläuft bei Männern und Frauen anders. Während bei der Frau häufig der Scheidenbereich sowie die Harnröhre betroffen ist, hat der Mann ausschließlich mit einer infektiösen Harnröhre zu kämpfen, von der er in den häufigsten Fällen gar nichts mitbekommt. Einer der Gründe, warum Männer die Krankheit häufiger übertragen, während die Frau häufiger unter den Symptomen und Ausbruch der Trichomoniasis zu leiden haben.

Bei Frauen macht sich die Krankheit in geschwollenen und geröteten Schamlippen bemerkbar. Zudem haben sie mit einem schaumig weißen Ausfluss zu kämpfen, der stark und unangenehm nach Amin riecht. das Wasserlassen kann schmerzen und ein Brennen hervorrufen. Grund hierfür liegt in der Fehlbesiedlung des Scheideneingangsbereichs mit Stuhlbakterien, den Aminvaginosen.

Der Mann wird, bereits angedeutet, von Symptomen verschont. Es lassen sich keine eindeutigen Krankheitskennzeichen identifizieren. Gelegentlich berichten infizierte Männer von einer leichten Irritation beim Wasserlassen im Bereich der Harnröhrenmündung. Manchmal wird auch von einem Brennen beim Wasserlassen und der bei der Ejakulation berichtet. Ausfluss ist selten, kann sich aber auch bilden.

Wie lange dauert Trichomoniasis?

Die Inkubationszeit ist sehr schwankend und kann zwischen 5 bis 30 Tage andauern. Wird eine schmerzhafte Veränderung der vaginalen Schleimhäute und inneren wie äußeren Schamlippen festgestellt, gilt es einen Arzt aufsuchen und eine Infektion abzuklären. Sind erste Symptome vorhanden, so kann auch auf Trichomoniasis getestet werden. Dazu wird ein Abstrich der Schleimhäute gemacht.

Wurde die Krankheit diagnostiziert, dann wird sie medikamentös mit Antibiotika der Nitroimidazol-Derivate-Gruppe therapiert. In der Regel dauert es zwischen 5 und 6 Tagen, bis eine vollständige Genesung eingetroffen ist. Wichtig ist, dass der Sexualpartner mit therapiert wird; gerade wenn es sich um einen Mann handelt. Denn bei ihnen treten weniger Symptome auf, als bei der Frau und die Krankheit setzt sich schleichend fest.

Trichomoniasis Therapie

Vorbeugend, wenn auch nicht mit 100%igem Schutz, sind Kondome beim Geschlechtsverkehr zu benutzen; wie bei allen sexuell übertragbaren Krankheiten. Ist der Infekt bereits ausgebrochen so helfen eigentlich nur Antibiotika. Hier empfiehlt sich auf eine hochdosierte Einmaltherapie zu setzen. Dieser wird ein besserer Erfolg nach gesagt, als eine niedrig dosierte Einnahme der Antibiotika über eine Woche. Zur Therapie werden Medikamente wie Metroidazol, Tinidazol oder Nimorazol gegeben. Wichtig ist, dass der jeweilige Geschlechtspartner auch mit behandelt wird. Auch ist während der Behandlung auf Sex zu verzichten.

Trichomoniasis Test / Selbsttest

Verändert sich der Scheidenbereich, beginnt zu jucken, schwillt an und errötet … und ist dann auch noch weißlich schäumender Ausfluss vorhanden, liegt die Vermutung nah, dass Mann oder Frau sich mit Trichomoniasis infiziert haben. Außer wachsames Beobachten der Veränderungen des vaginalen Bereichs, kann man als Selbsttest nicht mehr machen. Um eine Trichomoniasis offiziell diagnostizieren zu lassen, ist immer ein Besuch beim Frauenarzt notwendig. Hier wird ein Abstrich genommen, der zur Untersuchung ins Labor zu schicken ist. Nur so kann Trichomoniasis diagnostiziert werden.

Trichomoniasis Symptome / Anzeichen

Auch wenn die eher ungefährliche Krankheit nicht mehr so häufig in westeuropäischen Ländern auftritt – wer sie hat, hat unter ihr zu leiden. Frauen mehr als Männer. Typische Symptome sind äußerliche Veränderungen der Geschlechtsorgane sowie Reizungen der Schleimhäute und Harnwege. Sie macht sich bei Frauen und Männern aber anders bemerkbar.

Trichomoniasis bei der Frau

Bei Frauen schlägt sich die infektiöse Erkrankung in einer Scheidenentzündung nieder. Der Genitalbereich ist unangenehm geschwollen und gerötet. Zudem entwickelt sich ein weißlich bis grünlicher schäumender Ausfluss. Es juckt … und zwar intensiv und ständig. Die Schmerzen können dabei bis in den Unterbauch ziehen.

Trichomoniasis beim Mann

Männer merken häufig von einer Infektion überhaupt nichts. Die Krankheit ist bei ihnen weniger ausgeprägt. Meistens ist die Eichel leicht entzündet. Viel häufiger aber die Harnröhre, Blase und Prostata. Dies macht sich in einem leichten Brennen beim Wasserlassen und Ejakulieren bemerkbar. Tritt Ausfluss aus der Harnröhre aus, so ist dieser meistens glasig.

Trichomoniasis Behandlung

Wird ein Abstrich zur Überprüfung gemacht und unterm Mikroskop die kleinen Erreger entdeckt, hilft in der Regel eine schnelle und effektive Einmaltherapie mit starken Antibiotika. Hier werden Antibiotika aus der Familie der Nitroimidazol-Derivate gegeben. Zu diesen zählen Metronidazol, Nimorazol und das nicht mehr in Deutschland im Handel erhältliche Tinidazol. In der Regel wird eine hochdosierte Einmaltherapie vorgeschlagen. In wenigen Fällen wird auch eine leichtere Therapie über mehrere Tage angeboten. Die Antibiotika werden in Tabletten verschrieben. Eine vollständige Heilung ist möglich, schützt aber nicht vor erneuten Infektionen. Wichtig ist, dass der Sexualpartner auch immer mit behandelt wird, sonst werden die Bakterien wie beim Ping Pong Spiel übertragen.

Trichomoniasis Ursachen

Die Trichomonanden sind Parasiten, die sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen lassen. Übertragen können sie eine infektiöse Krankheit der Harnwege und Geschlechtsorgane auslösen. Die Erreger selbst sind kleine Geißeltierchen (Einzeller), die peitschenartige Auswüchse haben, mit denen sie sich in den Schleimhäuten festkrallen und so Entzündungen, Schwellungen und Rötungen hervorrufen. Diese Einzeller mögen besonders feuchte Umgebungen und mäßig saure pH-Werte. Ein Grund, warum gerade die weibliche Scheide ein so wunderbarer Nährboden für die Geißeltierchen ist.
Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner kommt es zur Übertragung der Trichomonanden. Sie werden über die Vaginalflüssigkeit oder das Sperma übertragen.

Parasitäre Einzeller sind der Auslöser von Trichomoniasis

Trichomoniasis Apotheke

Auch wenn die Diagnose zwingend vom Frauenarzt zu bestätigen ist, findet man auch in der Apotheke Hilfe. Hier kann man sich rezeptfreie Medikamente aushändigen lassen.
Es ist vor allem der Wirkstoff Dequalinium, der, zur Anwendung im Schambereich eingesetzt wird. Er hilft dabei die Vermehrung der Trichomonanden auf den äußeren und inneren Geschlechtsorganen zu blockieren. Auch hilft Milchsäure als Wirkstoff. Sie stärkt den Säureschutzmantel der vaginalen Schleimhäute und wird unterstützend als Creme verwendet.

Trichomoniasis Antibiotika

Das wirkungsvollste und in Deutschland am meisten verschriebene Antibiotikum ist das Metronidazol. Eine örtliche und ausschließlich vaginale Behandlung ist in den seltensten Fällen ausreichend.
Bei der Antibiotika-Behandlung wird auf eine Einmaltherapie gesetzt. Das Medikament wirkt schnell und effektiv. Eine Nachfolgebehandlung, bzw. Untersuchung ist aber in jedem fall anzuraten, da so der Fortschritt des Heilungsprozesses verfolgt werden kann. In der Regel werden 2mg des Medikaments eingenommen.

Trichomoniasis Dauer

Nach erfolgter Diagnose und medikamentöser Behandlung in Form einer Einmaltherapie, beträgt der Abheilungsprozess zwischen 5 und 7 Tagen. Anschließend ist die Sexualkrankheit bekämpft und kann keine weiteren Schäden verursachen.

Trichomoniasis Verlauf

Im Verlauf beginnt die Erkrankung bei Frauen häufig mit einer Rötung des Vaginalbereichs. Es folgt das entzündliche Anschwellen der Schamlippen. Zum Schluss bildet sich ein unangenehm riechendes Sekret.

Trichomoniasis Creme

Eine typische Creme zur Behandlung der Erkrankung gibt es nicht, aber eine linderungsversprechende Creme für den entzündeten und schmerzenden Vaginalbereich. Diese Creme besteht aus Milchsäure und schützt und stärkt die Schleimhäute sowie eine Vermehrung der -Einzeller verhindert wird.

Trichomoniasis Ansteckung / ansteckend / Ansteckungsgefahr / Übertragung

Die Erkrankung ist hochgradig ansteckend. Die Geißeltierchen werden beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

Trichomoniasis Hausmittel

Direkte Hausmittel gibt es zur Behandlung nicht. Da die -Bakterien aber den pH-Wert der Vagina verändern, kann mit Joghurt und anderen fermentierten Lebensmittel geholfen werden den pH-Wert wieder zu regulieren. Eine äußere Anwendung mit Joghurt kann dabei auch hilfreich sein. Vor allem der Kühlungseffekt darf nicht unterschätzt werden.
Auch einigen Kräutern wird eine lindernde Wirkung nachgesagt. So bietet sich die Einnahme von Knoblauch, Echinacea, Gelbwurzel, Teebaumöl und Berberitze an.

Mittel gegen Trichomoniasis

Das Antibiotika mit der besten und effektivsten Wirkung ist Metronidazol. Es wird in Tabletten zu je 2 mg verschrieben. Eine Einmaltherapie ist die Regel.

Trichomoniasis Inkubationszeit

Die Inkubationszeit beträgt 5 bis 30 Tage.

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