Pollakisurie – Der lästige Drang des Toilettengangs

Mit der sogenannten Pollakisurie ist der häufige Gang zur Toilette gemeint und zwar nicht, weil man muss, sondern weil meist eine Krankheit vorliegt, welche den häufigen Drang als Symptom mit sich bringt. Leidest Du womöglich unter diesem Symptom? Wenn ja, legen wir Dir den nachfolgenden Ratgeber ans Herz, in dem wir der Bedeutung auf den Grund gehen, wie man sie behandeln kann und noch wichtiger: Welche Krankheiten vorliegen können, wenn ein besonders häufiger Harndrang vorliegt.

Pollakisurie bei Frau, Mann oder Kind

Was ist Pollakisurie? – Die Definition

Eine Pollakisurie ist per Definition das Wasserlassen in kleineren Mengen. Salopp gesprochen bezeichnet man damit den Zustand, dass jemand öfter auf die Toilette muss als es einem normalen Maß entspricht. Medizinisch gesehen gehört diese Erscheinung zu den Miktionsstörungen, womit eine Störung der Blasenentleerung gemeint ist und welche die Bereiche der Harnblase, der Harnröhre und des Nervensystems umfassen.

Faktisch betrachtet ist dies keine eigene Krankheit, sondern lediglich eine Begleiterscheinung vieler anderer Krankheiten, weswegen man ihr trotzdem eine gewisse Bedeutung beimessen sollte, da die ursächliche Krankheit durchaus schwerwiegend sein kann.

Welche Ursachen hat eine Pollakisurie?

Die Ursache für eine Pollakisurie ist immer eine Krankheit, mit der sie schließlich als Begleiterscheinung auftritt. Die Krankheiten können sowohl von geringerer Bedeutung sein als auch schwerwiegende Natur haben. Hier einmal ein kleiner Überblick, welche Krankheiten eine Pollakisurie als Begleiterscheinung haben:

  • Reizblase
  • Enge der Harnröhre
  • Harnleiter- oder Blasensteine
  • Blasentumor
  • Senkung der Blase
  • Bösartige Veränderungen in der Prostata
  • Gutartige Prostatavergrößerung
  • Nieren-, Blasen- oder Harnröhrenentzündung
  • Prostataentzündung
  • Fremdkörper in Blase oder Harnröhre
  • Schwangerschaft
  • Stresssituationen

Bei sämtlichen der genannten Ursachen ist umgehend ein Arzt aufzusuchen, der mittels geeigneter Diagnostik feststellt, woher die Pollakisurie kommt. Im Anschluss wird dann mit seiner Hilfe eine entsprechende Behandlung eingeleitet, die häufig mit der Einnahme von Antibiotika verbunden ist. Besondere Vorsicht ist bei zusätzlichen Symptomen geboten, beispielsweise bei Blut im Sperma. Hier liegt im Regelfall meist etwas schwerwiegenderes vor, was umgehender Behandlung bedarf.

Dysurie und Pollakisurie hängen nicht zwingend zusammen

Die Dysurie beschreibt den Schmerz, der beim Wasserlassen entstehen kann, wenn eine entsprechende Krankheit vorliegt. Beide Symptome sind jedoch nicht zwingend miteinander zu verbinden, aber auch nicht voneinander auszuschließen. So kann es aber bei manchen Krankheiten dazu kommen, dass man öfter zur Toilette muss, dabei jedoch keinerlei Schmerzen empfindet. Genauso lässt sich das Beispiel auch in umgekehrter Richtung ausführen.

Wer ist von einer Pollakisurie besonders betroffen?

Die Frage, wer häufiger von dieser Erscheinung betroffen ist, oder ob es bestimmte Risikogruppen gibt, lässt sich wie folgt beantworten: Es können sowohl Männer als auch Frauen darunter leiden, ebenso wie ein Kind. Bei der Frau ist es jedoch in den meisten Fällen häufiger als beim Mann, da ihre Anatomie das Eindringen von Bakterien und Keimen in die Harnröhre begünstigt und dort perfektes Potenzial hat, Krankheiten zu entwickeln. Dementsprechend stellen Frauen eine höhere Risikogruppe dar als Männer.

Bei Kindern ist das Risiko ebenfalls erhöht und bei Menschen, die krankheitsbedingt Windeln tragen müssen, oder bei denen ein dauerhafter Katheter angelegt ist. Hier ist das Potenzial, dass Bakterien in die Harnwege gelangen um ein vielfaches erhöht.

Ursachenfindung und Diagnostik zur Behandlung

Pollakisurie, die Ursachen und Behandlung der KrankheitIn erster Linie ist es essentiell, dass bei einem vermehrten Harndrang der Gang zum Arzt eine Selbstverständlichkeit ist, um herauszufinden, wo er herkommt. Hierzu werden unterschiedliche Untersuchungen zur Diagnostik unternommen. Für eine Prostatitis kommt beispielsweise eine rektale Untersuchung in Frage, bei einer Blasenentzündung wird der Urin auf weiße Blutkörperchen und eine Entzündungsreaktion untersucht.

Liegt der Verdacht auf Blasen- oder Harnleitersteine, wird meist eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Alle Untersuchungen werden zudem durch einen detaillierten Bluttest ergänzt, um abweichende Werte zu lokalisieren. Erst nach einer eingehenden Untersuchung und gestellter Diagnose ist es möglich, eine effektive Behandlung zu starten.

Welche Behandlung wird meist angeschlagen?

Wie bereits angedeutet, kommt es bei der Behandlung stets auf die gestellte Diagnose an. Bei einer Harnleiter- oder Blasenentzündung wird in der Regel Antibiotika eingesetzt, welches über einen Zeitraum von einem oder mehreren Tagen einzunehmen ist. Ähnlich sieht es mit Prostatitis aus, wobei hier ebenfalls andere Behandlungsmethoden in Frage kommen.

Ein Großteil der Ursachen lässt sich jedoch ebenfalls mit Homöopathie oder Mitteln aus dem Bereich der Naturheilkunde beikommen. Dies ist insbesondere für die Prophylaxe eine empfehlenswerte Vorgehensweise.

Homöopathische Prophylaxe- und Behandlungsansätze

Bei den meisten Krankheiten die als Ursache für eine Pollakisurie in Frage kommen, ist eine entsprechende Prophylaxe möglich. Hierzu werden langfristig Produkte aus dem Naturheilmittelbereich eingesetzt, die zur Stärkung des Immunsystems, der Nierenentgiftung oder Prostatastärkung beitragen sollen. Hierzu zählen:

  • Kürbissamen oder -öl
  • Brennnesselextrakt
  • D-Mannose
  • Bärentraubenblätter
  • Cranberry
  • Goldrute

All diese Wirkstoffe sind in unterschiedlichen Produkten auf dem Markt enthalten und sollen für einen geringeren Harndrang sorgen, beziehungsweise eine langfristige Behandlung der Ursache anstreben. Der Vorteil: Bei den Naturheilmitteln sind Nebenwirkungen, wie sie häufig bei Antibiotika typisch sind, nicht zu erwarten. Allerdings sollte im Vorfeld unbedingt ausgeschlossen werden, ob nicht bereits eine Allergie gegen den Wirkstoff vorliegt.

Weitere Hausmittel gegen erhöhten Harndrang

Es gibt außerdem noch weitere Hausmittel, die man dazu anwenden kann, um eine Pollakisurie zu verringern. In erster Linie steht hier auf dem Plan, dass man viel trinken soll, um Bakterien auszuschwemmen und es so nicht zu einer Entzündung oder weiteren Erkrankung kommen zu lassen. Eine angemessene Ernährung, die ballaststoffreich und mit Vitaminen besetzt ist (dank Gemüse und regelmäßigem Obst), kann ebenfalls gute Dienste leisten. Was die meisten jedoch vernachlässigen, was aber ganz wichtig ist, ist die Verwendung geeigneter Baumwoll-Unterwäsche.

Die meisten Kleidungsstücke im Unterwäschebereich nässen dank Kunstfasern schnell durch und bieten somit das perfekte Milieu für Bakterien. Baumwoll-Unterwäsche dagegen hält nicht nur warm, sie kann auch bei der Wäsche gekocht werden, um hineingelangte Bakterien abzutöten. Auf lange Sicht gesehen ist dies ein effektiver Weg, um derlei Krankheiten auszuschließen.

Ursachenbekämpfung bei psychischen Ursachen

Nicht immer ist eine physische Ursache verantwortlich für den erhöhten Harndrang. Wie eingangs erwähnt, können sowohl Stress als auch ein psychisches Unbehagen dazu beitragen, dass man öfter zur Toilette muss, obwohl man gar nicht muss. In diesem Fall ist es angezeigt, hier ebenfalls Ursachenforschung zu betreiben und diese möglichst zu eliminieren.

Ein Faktor, der hier nicht außer Acht gelassen werden sollte ist außerdem, dass Stress dem Körper so schaden kann, dass er auch gesundheitlich geschwächt werden kann und sich so möglicherweise Infektionen einschleichen. Wichtig: Es muss nicht immer negativer Stress sein, der dazu führt, dass der Körper geschwächt wird. Egal ob positiver oder negativer Stress: Auch in diesem Bereich gibt es viele Produkte aus dem Bereich der Naturheilmittel, mit denen man die Nerven beruhigen und den Stress besser bewältigen kann.

Fazit – Eine Begleiterscheinung mit Bedeutung, aber keine eigene Krankheit

Die Pollakisurie ist in der Regel als Begleiterscheinung mehrerer Krankheiten anzusehen, die nicht immer unbedingt mit Schmerzen einhergehen, aber durchaus damit zusammenhängen. Dieser Zustand kann sowohl Männer, Frauen und Kinder in jeglichen Altersgruppen betreffen, wobei es auch mehrere Risikogruppen gibt, die besonders häufig betroffen sind. Der Gang zum Arzt oder Spezialisten ist in jedem Fall anzuraten, wobei dieser unterschiedliche Aufwendungen betreibt, um die Ursache zu finden.

Die darauffolgende Behandlung hängt immer mit der vorliegenden Ursache (die sowohl körperlich als auch psychischer Natur sein) zusammen, doch lässt sich eine entsprechende Prophylaxe betreiben, wenn man den Auslöser kennt und sich langfristig darauf einlassen möchte. Eine Verbesserung der Situation ist in jedem Fall möglich, wobei immer zunächst abgeklärt werden sollte, wo das Problem liegt und ob eine Behandlung angemessen erscheint.

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Aleksandre Guram
Aleksandre Guram begann sein Medizinstudium an der Tbilisi State Medical University, brach dieses jedoch früh ab. Dennoch begeistert von Medizin, Gesundheit und Sport begann er zu schreiben. Blogs, Editorials, Analysen, Testberichte zu Supplements. Er fand seine Passion im Autor-Dasein, nicht zuletzt, weil ihm dies ein standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht.


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