Online-Dating

Online-Dating wird immer beliebter und auch das gesellschaftliche Umfeld wandelt sich mit der Zeit. Häufiger Partnerwechsel ist in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr und wird auch kaum mehr kritisch hinterfragt. Eigentlich ist auch nichts dagegen auszusetzen, wäre da nicht das mangelnde Sicherheitsbestreben vieler Partnersuchender. Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch, selbst solche, die als ausgerottet galten. Krankenkassen und Ärzteverbände warnen seit einiger Zeit davor, doch die Zahl der Erkrankten steigt stetig weiter. Über 100.000 Patienten, so wird geschätzt, erkranken jedes Jahr an verschiedenen Geschlechtskrankheiten. Es muss nicht immer AIDS sein.

Welche Geschlechtskrankheiten sind besonders häufig?

Besonders stark steigen die Neuinfektionen mit den sogenannten Chlamydien. Diese gramnegativen Bakterien können Bindehautentzündungen, Entzündungen der Schleimhäute und Ausfluss auslösen. Da das Krankheitsbild nur sehr schwach ausgeprägt ist, bleibt die Chlamydiose oft unentdeckt oder wird erst sehr spät diagnostiziert. Zu langes Warten, kann bleibende Schäden, wie verengte Harnröhren nach sich tragen. Auch Fehlgeburten bei Frauen sind eine mögliche Folge. Etwa 100.000 Neuinfektionen gibt es in Deutschland jedes Jahr. Daneben sind Pilzerkrankungen sehr häufig, aber auch die gefährliche Syphilis und Tripper, beides hochansteckende Krankheiten, die nicht nur den Geschlechtsbereich befallen, sondern bei zu langer Wartezeit den gesamten Körper. Selbst der Tod kann eintreten.

Aufpassen und auf Sicherheit achten

Wer auf intimen Dating-Portalen jemanden trifft oder explizit auf der Suche nach einem Sexpartner ist, sollte vor allem Vorsicht walten lassen. Denn auch wenn der Gegenüber gesund aussieht, kann er oder sie es auch nicht sein. Geschlechtskrankheiten sind oft unscheinbar und lassen sich oft mit bloßem Auge nicht erkennen. Das Infektionsrisiko ist hier sehr groß. Daher sollte man bei den ersten Treffen immer auf das Kondom setzen. Eine kleine Investition, die aber große Sicherheit bringt. Wer häufig den Partner wechselt, sollte darüber hinaus öfter mal dem Arzt einen Besuch abstatten und sich durchchecken lassen. Auch, wer sich ins Vergnügen gestürzt hat, ohne auf Sicherheit zu achten, sollte möglichst schnell zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Peinlich muss das niemandem sein, denn die Gesundheit geht vor. Treten Symptome auf, ist es oft auch schon sehr spät und Komplikationen sind möglich.

Wie wird man die Krankheiten los?

Bei den meisten Geschlechtskrankheiten handelt es sich um bakterielle Infektionen und Pilze. Die Medizin hat hier glücklicherweise eine breite Palette an verschiedenen Wirkstoffen, mit denen man die Geschlechtskrankheiten schnell wieder loswerden kann. Bakterielle Geschlechtskrankheiten können mit Antibiotika und Salben eingedämmt werden. Chlamydien, Tripper und Syphilis sind gegen die Antibiotika meist Machtlos. Doch Forscher warnen vor resistenten Bakterien. Auch resistente Tripper-Keime und Chlamyidien wurden schon gefunden. Pilze wird man mit einem Antimykotikum wieder los. Der Wirkstoff wird dabei in Form einer Salbe auf die betroffene Stelle aufgetragen, bis die betroffene Stelle pilzfrei ist. Ein Abstrich beim Arzt bringt die Gewissheit.

Warum verbreiten sich Geschlechtskrankheiten gerade heute wieder?

Zurecht fragt man sich, warum die Geschlechtskrankheiten wieder zurückkehren und sich ausbreiten, wo sie doch viele Jahre aus dem Gesellschaftsbild verschwunden sind. Das Problem ist weniger die Verfügbarkeit von Schutzmitteln, sondern der Umgang mit ihnen. Während man damals fast täglich mit ansteckenden Krankheiten konfrontiert war oder mit der Angst vor ihnen, haben viele Krankheiten ihren Schrecken verloren. Niemand vermutet, dass Syphilis noch heute existiert.

Leider ist es die Wahrheit und die wird nun mal unterschätzt. “Ich bekomme doch keine Syphilis” ist die falsche Einstellung und sehr riskant, denn die Notwendigkeit von Verhütungsmitteln wird nicht mehr sehr ernst genommen und so kommt ungeschützter Sex immer häufiger vor. Online-Dating und Sextreffen fördern diese Entwicklung noch weiter, trotz Prävention und Aufklärung. Wer selbst darauf achtet und immer auf seine Sicherheit achtet, leistet dabei einen Beitrag für die Gesellschaft und sich selbst.

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