Mittel gegen sexuelle Unlust beim Mann

Sexuelle Unlust hat sich in den letzten Jahren zu einem gesundheitlichen Phänomen entwickelt. Einer Schätzung zufolge leiden etwa 15 % aller Männer an sexueller Unlust oder einer Verringerung derselben. Die Gründe für sexuelle Unlust oder einer sexuellen Appetenz-Störung, kann dabei viele Gründe haben.

Mittel gegen sexuelle Unlust beim Mann
  1. Im zunehmenden Alter nimmt der Testosteronspiegel des Mannes schrittweise ab. Eine Folge davon kann sein, dass der Mann keine oder verringerte Lust auf sexuelle Aktivitäten hat.
  2. Depressionen. Diese stellen die häufigsten Gründe dar, wenn beim Mann keine oder stark verringerte sexuelle Lust vorhanden ist. Meistens wird dem Patienten ein Antidepressiva verschrieben. Einzelne Wirkstoffe in diesen Medikamenten setzen die Lustfähigkeit des Mannes drastisch herab. Oftmals verhält es sich auch so, dass der Patient zwar sexuelle Lust verspüren würde, aber aufgrund der medikamentösen Nebenwirkungen, welche viele Antidepressiva zeitigen, unter Erektionsstörungen leidet und damit dem Thema Sex tunlichst aus dem Weg geht.
  3. Generelle Probleme in der Partnerschaft, können ebenso Ursache oder Auslöser für eine sich entwickelnde sexuelle Unlust, der Grund sein.
  4. Stress am Arbeitsplatz, Hand in Hand gehend mit Depressionen, wird ebenso verantwortlich dafür gemacht, das die Libido des Mannes verringert ist bzw. nicht mehr vorhanden ist.
  5. Organische Ursachen, welche sich auf den Hormonhaushalt auswirken, werden oft als erster Ansatzpunkt bei Untersuchungen an männlichen Patienten betrachtet. Begleitend zu diesen wird der behandelnde Arzt, meist der Urologe, ein umfassendes Blutbild machen um andersartige Ursachen auszuschließen.

Lösungsansätze bei sexueller Unlust

Je nachdem wo der oder die Auslöser sitzen, welche verantwortlich für eine bestehende sexuelle Unlust sind, können unterschiedliche Schritte unternommen werden, um diese Störung der Libido zu beseitigen.

  • Sollte der Testosteronspiegel des Mannes zu geringe Werte aufweisen, wird der Hausarzt beziehungsweise der Urologe, die Einnahme eines Präparates verschreiben, welches diesen Wert wieder auf ein normales Niveau bringt. Mit zunehmenden Alter steigt der Wert des Hormons “Prolaktin”,welcher nicht unbegründet auch als Lust-Killer bezeichnet wird. Um diesen Wert zu reduzieren, wird man das geeignete Medikament verordnet bekommen. Nach geringer Dauer und zurückgekehrtem Lustempfinden, kann das Medikament dann wieder abgesetzt werden.
  • Bei einer depressiven Erkrankung wird man versucht sein, die Ursachen für die Erkrankung festzustellen. Dieses erfolgt normalerweise anhand einer Psychotherapie und der Verschreibung eines Antidepressivums. Zu beachten ist aber, dass viele Antidepressiva die sexuelle Unlust weiter verstärken können. Dies sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
  • Neben gängigen Medikamente, welche die Symptome einer Depression verhindern sollen, gibt es auch solche, welche keinen Einfluss auf die Libido des Mannes nehmen. Ausschlaggebend dabei ist die Verträglichkeit und Höhe der jeweiligen Dosierung.
  • Bei Problemen in der Partnerschaft, lohnt es sich den Rat eines Therapeuten oder einer Therapeutin einzuholen. Oftmals können dabei nicht nur Probleme eruiert, sondern auch behoben werden.
  • Stress am Arbeitsplatz und daraus sexuelle Unlust lässt sich dadurch vermindern, indem man sich einfach weniger Arbeit aufhalst und auch einmal ein paar Aufgaben delegiert. Weniger Arbeit und mehr Zeit, die man dadurch gewinnt, um sie mit seiner Frau und der Familie zu verbringen, wirkt oft Wunder.
  • Sollten organische Ursachen festgestellt werden, kann dies der Hausarzt leicht feststellen, indem er ein Bluttest anordnet. Dazu ist nichts Weiteres nötig als eine Blutabnahme bei demselben.

Probleme in der Partnerschaft

Oftmals ist es auch so, das Probleme in der Partnerschaft, abseits vom Sexualleben dafür verantwortlich sind, das das Sexualleben praktisch zum Erliegen kommt. In diesem Fall sollte man offen mit der Partnerin darüber sprechen und eventuell die Hilfe eines Sexualtherapeuten in Anspruch nehmen. Meistens liegen die Ursachen ohnehin auf der Hand und lassen sich schnell beseitigen.

Anhedonie

Diese griechische Bezeichnung, bezieht sich auf die Unfähigkeit, Lust oder Freude zu empfinden und resultiert oft aus einer frühkindlichen negativen, wenn nicht traumatischen Erfahrung. Jedenfalls können auch andere Ursachen für diese psychische Erkrankung vorliegen, wie dies zum Beispiel im Fall einer depressiven Erkrankung der Fall ist. Auch im Falle einer Unfähigkeit, Lust oder/und Freude zu genießen, welches im Allgemeinen als Überlebens-Syndrom bezeichnet wird, treten die Symptome verstärkt auf. Psychotherapeutische Maßnahmen vermögen die Symptome zu lindern oder zu beseitigen.

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