Kupferspirale oder Hormonspirale – wo liegen die Unterschiede?

Die beiden Spiralformen stellen, laut Meinung von Fachärzten, die mit sichersten Verhütungsmethode dar, die von Seiten der Frau angewendet werden kann. Diese unterscheiden sich in Bezug auf die Wirkung folgendermaßen:

Die Kupfer oder Hormonspirale zur Verhütung
  • Die Kupferspirale wird ebenso wie die Hormonspirale in die Gebärmutter eingesetzt. Deren Wirkung zeitigt sich durch die Kupferionen, welche von dieser auf die Spermien des Mannes reagieren. Die Ionen blocken das Einnisten von Eizellen in der Gebärmutter und verhindern so, dass die Spermien des Mannes diese befruchten.
  • Die Hormonspirale zeigt ihre Wirkung dadurch, dass es das Hormon Gestagen abgibt, welches die Gebärmutterschleimhaut daran hindert, das sie sich aufbauen kann. Die Spermien des Mannes, werden so daran gehindert das sie sich in der Schleimhaut der Gebärmutter einnisten. Des Weiteren verdickt ein Schleimpfropf, der sich am Eingang des Uterus befindet, den Zugang zur Gebärmutter. Die Hormonspirale stellt somit eines der sichersten Verhütungsmittel dar.

Zu erwähnen wäre auch noch die Variante der Goldspirale, welche in ähnlichem Maße zuverlässig wirkt, wie die Kupferionenspirale. Den Grad der jeweiligen Wirkungsweise, wird im sogenannten Pearl-Index wiedergegeben. Dieser zeigt an, wie verlässlich die jeweilige Spiralform ist. Im Folgenden die Zahlen für den Pearl-Index, welcher die Verhütungswahrscheinlichkeit anhand einer Testreihe von 100 Frauen darstellt, bei welchen die Spirale zum Einsatz gekommen ist.

  1. Kupferspirale: 0,9 – 3
  2. Hormonspirale: 0,16
  3. Goldspirale: 0,8 – 3

Anhand dieses Index ist ersichtlich, dass eine Spirale wesentlich zur Verhütung beitragen kann, es aber nicht unwahrscheinlich ist, dass trotzdem eine Schwangerschaft einsetzen kann. Fachärzte gaben bei einer Befragung an, dass die Kupferspirale die effektivste Form der Spirale darstellt. Diese wird in der Regel während der Periode der Frau eingesetzt und kann dort, bei guter Verträglichkeit bis zu drei Jahren verbleiben.

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht

Nicht zuletzt der Pearl-Index zeigt, dass eine Schwangerschaft unter Verwendung einer Spirale kaum möglich ist. Zu 100 % ausgeschlossen, kann eine solche aber nicht.

Die Verträglichkeit von Spiralen

Kupferspirale oder Hormonspirale

Viel Frauen tendieren zur Verwendung einer Spirale, um einer Schwangerschaft vorzubeugen. Tatsache aber ist, dass eine solche nicht von jeder Frau und nicht in jeder Form, verträglich ist. So kann es zu Abstoßungsreaktionen kommen, welche es unumgänglich machen, die Spirale wieder zu entfernen. Manche Frauen klagen auch über ein Unwohlsein und ein drückendes Gefühl. Tatsächlich lehnen nicht wenige Frauen die Verwendung einer Spirale zur Empfängnisverhütung ab.

Der Hauptgrund, so hat eine Umfrage ergeben, liegt darin, das viele Frauen den Gedanken, einen Fremdkörper in sich zu tragen als unangenehm empfinden. Dies vor allem bei der Verwendung einer Hormonspirale. Tatsache ist, dass eine Hormonspirale, wenn auch nur zu einem geringen Prozentsatz, hormonelle Veränderungen im Körper der Frau freisetzen kann. Veränderungen hormoneller Natur, die sich auf negative Art bemerkbar machen, werden von Frauen verstärkt wahrgenommen.

Untersuchungen haben ergeben, das in so einem gesetzten Fall, die Entfernung der Hormonspirale als unumgänglich angesehen wird. In diesem Fall, sollte die Spirale entfernt werden und andere Verhütungsmittel in Betracht gezogen werden.

Welche Verhütungsmethode gibt es sonst noch?

Interessant ist noch das “Kondom für die Frau” – dieses Verhütungsmittel, dem Kondom für Männer nicht unähnlich, besteht aus hauchdünnem Latex oder Polyurethan, hat ein geschlossenes und ein offenes Ende und wird in der Scheide der Frau platziert. Es schützt nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten. Die Anwendung ist denkbar einfach. Der hintere Teil, welcher über das geschlossene Ende verfügt, wird direkt am Ende des Scheidengewölbes platziert. Der äußere offene Ring, liegt außerhalb der Scheide der Frau an den großen Schamlippen.

Die Verantwortung tragen beide

Wenn beide eine Schwangerschaft verhindern möchten, sollte man versuchen die verträgliche Mitte zu finden. Die Verantwortung sollte nicht nur von einer Person getragen werden. Sind doch auch beide am Geschlechtsakt beteiligt!

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Aleksandre Guram
Aleksandre Guram begann sein Medizinstudium an der Tbilisi State Medical University, brach dieses jedoch früh ab. Dennoch begeistert von Medizin, Gesundheit und Sport begann er zu schreiben. Blogs, Editorials, Analysen, Testberichte zu Supplements. Er fand seine Passion im Autor-Dasein, nicht zuletzt, weil ihm dies ein standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht.


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