Herpes Genitalis

Vielleicht kennst Du Herpes allgemein als unangenehme Erkrankung der Haut, die man eher im Gesicht bekommt. Es gibt diese Erkrankung allerdings auch in der unteren Region: die Herpes Genitalis. Wie der Name bereits vermuten lässt, betrifft diese Art der Virusinfektion den Penis oder auch die Vagina. Wie die Infektion übertragen wird und was Du als Betroffener/Betroffene dagegen tun kannst, erfährst Du bei uns.

Die Geschlechtskrankheit Herpes Genitalis

Herpes Genitalis: Ursachen

Damit Du dich aktiv vor einer unangenehmen Infektion schützen kannst, erfährst Du nun die Ursachen von Herpes Genitalis. Ausgelöst wird Herpes Genitalis von Herpes-simplex-Viren (HSV). Es gibt diese Viren als Virus Typ 1 und 2. Viel verbreiter ist die Infektion mit den Typ 2 Viren. Eine Herpes Genitalis-Ansteckung mit Typ 2 kommt oft als Schmierinfektion über ungeschützten Geschlechtsverkehr vor, ähnlich wie auch AIDS, Tripper, Syphilis und Chlamydien übertragen werden können.

Dabei gelangt mit den Viren infizierte Körperflüssigkeit in den Körper des Sexualpartners. Ein von Herpes vom Typ 1 im Intimbereich wird durch die Übertragung von Lippenherpes auf die Genitalregion ausgelöst. Meistens wird dieser durch Oralverkehr oder durch die Berührung der Genitalien mit verunreinigten Händen hervorgerufen.

Herpes Genitales: Symptome/Anzeichen

Ein erstes Indiz für eine Infektion mit Herpes Genitalis sind unter Anderem eine stark gerötete/r und/oder geschwollene/r Scheide/ Penis. Als Betroffener/Betroffene verspürst Du oft ein Kribbeln und Jucken oder auch einen stechenden, brennenden Schmerz.

Du kannst im Zweifel auch einmal die Lymphknoten in deiner Leistengegend abtasten: eine Schwellung in dieser Region kann nämlich auch ein Symptom sein. Nach einigen Stunden oder Tagen treten kleine, schmerzende Bläschen auf. Diese sind mit einer durchsichtigen, gelblich-trüben Flüssigkeit gefüllt, die Viren enthält und äußerst ansteckend ist. Die Bläschen können bei Kontakt platzen und erneut gesunde Hautflächen befallen. Zudem kannst du nach einer Infektion mit Herpes Genitalis Schmerzen beim Wasserlassen bekommen.

Männer können an einer Entzündung der gesamten Eichel (Balanitis genannt) und Frauen an einer entzündeten Vagina (Vulvovaginits genannt) leiden. Solltest Du dir unsicher sein, ob Du dich mit Herpes Genitalis angesteckt hast, ist ein Arztbesuch sehr zu empfehlen.

Herpes Genitalis: Behandlung

Wenn Du dich angesteckt hast, kannst Du dir helfen lassen. Es gibt entsprechende Medikamente und Cremes, welche die Krankheitsdauer verkürzen und die Symptome abschwächen können. In schweren Fällen einer Herpes Gentialis kann man Dir die Medikamente auch spitzen. Gerade bei einer Erstinfektion ist eine gesicherte Diagnose eines Arztes wichtig. Denn die nötigen Medikamente/Cremes und Behandlungen sind verschreibungspflichtig. Die Infektion ist als sexuell übertragbare Erkrankung anzusehen.

Deshalb musst Du deine Sexualpartner dringend informieren. Denn diese müssen ebenfalls untersucht und behandelt werden. Das Risiko einer Ansteckung kannst Du mit geschütztem Geschlechtsverkehr deutlich herabsetzen. Allerdings kann selbst ein Kondom die Übertragung von Herpes Genitalis nicht gänzlich ausschließen. Während eines Ausbruchs von Genital-Herpes solltest Du am besten eine Zeit lang keinen Sex haben.
Du solltest außerdem Stress jeglicher Art vermeiden und Dich gesund ernähren, ausreichend schlafen und regelmäßig leichten Sport wie, zum Beispiel Jogging, betreiben. So unterstützt Du dein Immunsystem und kannst erneute Schübe von Herpes Genitalis vermeiden.

Wie lange dauert Herpes Genitalis?

Die Dauer einer Herpes Genitalis-Infektion dauert nach einer Erstinfektion normalerweise ein bis zwei Wochen. Der Verlauf und die Dauer der Krankheit können aber variieren. Es kann auch bis zu vier Wochen dauern, bis die Infektion abgeheilt ist. Bist Du ein gesunder Mensch, kann Herpes Genitalis auch ohne medizinische Behandlung spontan abheilen.

Allerdings dauert dieser Prozess dann länger als ohne Behandlung und die Bläschen heilen erst nach etwa zwei bis drei Wochen ab. Allerdings wird empfohlen, so früh wie möglich mit einer Behandlung zu beginnen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern und die Schmerzen zu lindern. Die schlechte Nachricht ist, dass die Herpes – Viren auch nach abgeheilter Erkrankung ein Leben lang im Körper bleiben. Daher ist Herpes Genitalis nicht heilbar. Die Viren in Deinem Körper können jederzeit reaktiviert werden, wodurch es zu einem erneuten Krankheitsausbruch kommt.

Begünstigt werden Rückfälle durch ein geschwächtes Immunsystem, Erkältungen oder Stress. Diese verlaufen aber in der Regel schwächer als bei Erstinfektion.

Herpes Genitalis beim Mann

Bei einer akuten Infektion mit Herpes Genitalis beim Mann bilden sich nach der Ansteckung innerhalb einer Woche infektiöse Bläschen an Glied und Eichel. Die Infektion kann sich aber im gesamten Intimbereich ausbreiten und auch Anus und Rektum befallen. Bei frühzeitiger Behandlung mit Medikamenten oder Cremes kann es bereits nach 7 – 10 Tagen zu einer Abheilung kommen.

Herpes Genitalis bei der Frau

Der Ausbruch der Symptome nach einer Ansteckung mit Herpes Genitalis beträgt bei Frauen etwa eine Woche. Danach bilden sich im gesamten Intimbereich, vor allem aber an Scheide, Gebärmutterhals und Harnröhre die typischen schmerzhaften Bläschen und Schwellungen aus. Durch eine schnelle Behandlung wird die Vermehrung der Viren gehemmt und so kann die Krankheitsdauer auf eine Woche verkürzt werden. Solltest Du innerhalb der Schwangerschaft eine Herpesinfektion bekommen, ist das vor allem für Dein Kind gefährlich.

Während es für Dich als Mutter eher ein normaler Krankheitsverlauf zu erwarten ist, kann sich Genitalherpes auch auf das ungeborene Kind übertragenwerden. Unbehandelt bedeutet das im schlimmsten Fall Lebensgefahr für dein Baby! Der Arzt muss in so einem Fall enscheiden, wie eine Behandlung aussehen muss.

Optische Darstellung eines Bakterium, wie zum Besipiel Genitalherpes

Herpes Genitalis: Hausmittel

Außer auf die Behandlung durch die traditionelle Schulmedizin, kannst Du natürlich auch auf homöopathische Behandlungsmittel zurückgreifen. Die Homöopathie verfolgt den Ansatz, dass der Wirkstoff, der bei einem gesunden Menschen die die Krankheit verursacht, einem kranken Menschen zur Heilung verhilft.

Bei einigen Menschen hat sich die Behandlung mit homöopathisch verdünnten Herpesviren als erfolgreich erwiesen. Dabei wird die Verabreichung im Zusammenhang mit Wirkstoffen kombiniert, die das Immunsystem stärken sollen. So soll die Häufigkeit der Herpesausbrüche minimiert werden.
Genauso helfen natürlich homöopathische Mittel gegen die bestimmten Symptome. Bevor so eine spezielle Behandlung in Anspruch genommen wird, solltest Du dich aber bei jemandem vom Fach erkundigen.

Am besten direkt bei einem Homöopathen, Heilpraktiker oder Apotheker Deines Vertrauens. Solltest Du nach einer Behandlung durch Homöopathie keine Besserung verspüren, konsultiere auch hier lieber einen Arzt.

Fazit:

Eine Gefahr der Ansteckung mit Herpes Genitalis lässt sich für Dich grundsätzlich minimieren. Achte auf die hygienischen Grundsätze und bestehe beim Geschlechtsverkehr auf die Benutzung von Kondomen. Solltest Du dich bereits angesteckt haben gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten, die dir Dein Leben leichter machen können. Und denke daran: Eine gesunde und sportliche Lebensweise hilft Dir immer weiter, nicht nur bei Herpes!

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