Was passiert bei einer Harnstrahlmessung?

Die Harnstrahlmessung wird auch Uroflowmetrie genannt und es handelt sich dabei um eine Messung, des Harnstrahls, wenn ein Mann unter Blasenentleerungsstörungen leidet.

Harnstrahlvermessung

Wann wird diese Messung vorgenommen?

Sollte ein Mann Probleme haben, seine Blase zu entleeren, dann ist eine Harnstrahlmessung durchaus angebracht. Dabei ist es wichtig, dass der Mann im Normalfall aus seiner Blase zwischen 300 und 400 ml Flüssigkeit entleeren kann. Diese sollten sich auch normal entleeren lassen. Insgesamt wird ein Mann im Normalfall im Laufe eines Tages bis zu 1500 ml Flüssigkeit am Tag ausscheiden. Das alles passiert in drei bis vier Entleerungen der Blase. Muss der Mann jedoch häufiger zur Toilette oder er hat sogar Schmerzen beim Wasserlassen, dann ist es nötig, einen Arzt aufzusuchen. Der Urologe ist in diesem Fall der ideale Ansprechpartner. Dieser wird feststellen, warum man ein erschwertes Wasserlassen bemerkt hat.

Ursachen für die inkorrekte Blasenentleerung

  1. Prostatavergrößerung als Auslöser für Inkontinenz – Die Harnstrahlmessung kommt zum Einsatz bei einer Prostatavergrößerung. Es kann aber auch eine Harninkontinenz oder eine Verengung der Harnröhre vorliegen. Zudem kann es sein, dass der Mann Probleme mit der Blase hat. So passiert es sehr häufig im zunehmenden Alter, dass man den Blasenmuskeln nicht mehr korrekt verwenden kann, weil dieser keine Kontraktion mehr aufbaut. So wird die Blase beim Entleeren entweder nie richtig leer oder der Harnstrahl ist nicht ausreichend stark genug.
  2. Resturin kann Entzündungen begünstigen – Männer haben oft das Problem der Resturinbildung. Das passiert, wenn man die Blase nicht korrekt entleeren kann. Diese Restharnbildung muss vermieden werden.
  3. Harnverhaltung sorgt für Inkontinenz der Blase – Es gibt auch das Problem der Harnverhaltung.Dabei wird ebenfalls die Blase nicht entleert. Die Blase wird dann überdehnt und der Blasenschließmuskel kann schlichtweg versagen und dann kommt es zu einer Inkontinenz. Dieses Problem verursacht eine Überlaufblase. Es lässt sich nichts urinieren, aber dennoch ist die Blase voll und läuft irgendwann einfach über. Nun ist es wichtig, sich an den Urologen zu wenden um nicht nur den Ablauf kennen zu lernen, sondern auch die Behandlungsmöglichkeiten abzuwägen.

Zum Ablauf der Harnstrahlmessung

HarninkontinenzEs versteht sich von selbst, dass die Blase gut gefüllt sein muss, wenn man eine solche Messung vornehmen will. Der Patient muss daher vor der Messung oder auch während der Behandlung Flüssigkeit zu sich nehmen. Dann geht er auf eine besondere Toilette. Diese ist mit einer Messapparatur ausgestattet, die speziell hierfür geschaffen worden ist. Daran befestigt ist ein Messgerät. Das beinhaltet einen Trichter, in dem der Urin aufgefangen wird, während der Mann in die Toilette uriniert.

Die eigentliche Untersuchung und etwaige Nachuntersuchungen nach der Harnstrahlmessung

Untersuchung selbst wird der Harnstrahl gemessen. Das geschieht anhand der Harnmenge pro vorgegebener Zeiteinheit. Die Werte der Harnstrahlmessung werden dabei direkt an das Gerät übertragen und der Arzt wird sie entweder direkt oder sofort nach der Untersuchung auswerten. Es wird als Kurve dargestellt. Es kann sein, dass der Mann nach der Harnstrahlmessung auch noch eine Ultraschalluntersuchung über sich ergehen lassen muss. Daran lässt sich ermitteln, wie viel Harn sich nach dem Toilettengang noch in der Blase befindet.

Ist die Untersuchung abgeschlossen, erhält der Mann die Ergebnisse.

Zudem kann man anhand der Untersuchung eine geeignete Therapie durchführen und den Mann auch darüber in Kenntnis setzen, was er genau hat und wie er jetzt reagieren sollte.

Ist eine Harnstrahlmessung unangenehm?

Eigentlich nicht. Man muss es vergleichen, wie einen Gang zur Toilette und es wird sehr schnell vorbei sein. Danach hat man auf jeden Fall ein Ergebnis, mit dem man sich befassen kann und auf das man auch dementsprechend reagieren kann. Somit ist das eine Untersuchung, die überhaupt nicht wehtun wird.

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