Gonorrhoe – Gonorrhöe – Tripper

Gonorrhoe, Gonorrhöe oder umgangssprachlich auch als Tripper bekannt, ist eine der am häufigsten vorkommenden sexuell übertragbaren Krankheiten, sowie zum Beispiel auch HIV oder Syphilis. Sie wird beim Geschlechtsverkehr vom Infizierten auf den Partner übertragen. Auch Oral- und Analverkehr sind dabei nicht ausgenommen. Dabei lösen Bakterien eine Infektion an den Schleimhäuten der Harn- und Geschlechtsorgane aus.Diese Krankheit ist weltweit verbreitet und überträgt sich in erster Linie durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, sie kann aber auch von einer erkrankten Mutter während der Geburt auf das Kind übertragen werden.

Gonorrhoe, hilft eine Behandlung

Seit den 70er Jahren, ist die Zahl der Erkrankten in Deutschland zwar rückläufig, aber dennoch ist sie nicht ausgestorben. Vor allem im Ausland, auch in europäischen Ländern, ist die Krankheit teilweise noch weit verbreitet und das Infektionsrisiko nach wie vor gegeben.
Weltweit liegt die Zahl der jährlichen Neuerkrankten sogar bei 60 Millionen Menschen.

Gonorrhoe – ein Urgestein

Diese Krankheit gibt es schon seit Menschen gedenken. Schriftlich festgehalten wurde sie das erste mal 1200 vor Christus in der Thora, denn schon dort plagte sie die Menschen. Sie wurde zu Anfang häufig mit Syphilis in Verbindung gebracht, da beide Erkrankungen oft zusammen auftraten oder ähnliche Symptome zeigten, erst 1867 stellten Forscher fest, dass es sich bei der Gonorrhoe um eine eigene, unabhängige Erkrankung handelt.
Mehr über die Erkrankung zu erfahren, ist immer ein wichtiger Schritt zur Heilung und Therapie-Anpassung.
Aufgrund der Mangelnden Aufklärung, als Sex noch ein absolutes Tabu-Thema war und aus Furcht der Menschen zum Arzt zu gehen, wenn sie Beschwerden im Intimbereich hatten, konnte sich die Krankheit schnell verbreiten.
Erst als Kondome gesellschaftlich anerkannt und regelmäßig benutzt wurden und auch mit der Einführung des Aufklärungsunterrichts, nahmen die Zahlen der Infizierten in Europa wieder ab.
Durchsetzen tut sie sich allerdings bis heute, vor allem in nicht-europäischen Ländern, wo das Benutzen von Kondomen durch die Kirche verboten wird und es kaum Schulbildung, sowie selten Sexualkunde an den Schulen gibt.

Was bedeutet es Gonorrhoe zu haben?

Was es jetzt für dich bedeutet, wenn du Gonorrhoe hast, ist abhängig davon, welches Geschlecht du hast, denn bei Männern und Frauen zeigt sich die Erkrankung ganz unterschiedlich und auch unterschiedlich früh. Denn wenn du dich mit Gonorrhoe infizierst, zeigen sich die ersten Anzeichen nicht sofort, sondern erst nach zwei bis drei Tagen, bei Frauen auch erst viel später.

Bei Männern kommt es in den meisten Fällen zu einer Harnwegsinfektion. Das bedeutet in erster Linie, dass du Schmerzen beim Wasserlassen hast oder einen starken Juckreiz in der Harnröhre. Dazu kommt noch ein milchig-weißer Ausfluss, den so genannten “Bonjour-Tropfen”.
Aber keine Sorge – diese sind nicht die gleichen, wie die Lusttropfen, die bei sexueller Erregung ausgeschieden werden.

Bei Frauen sieht das etwas anders aus. Hier macht sich die Krankheit äußerlich kaum bemerkbar. Manchmal auch durch milchig-weißen Vaginalausfluss, aber die wichtigsten und häufigsten Symptome sind Entzündungen des Gebärmutterhalses. Oft kann es dazu kommen, dass die Gebärmutterschleimhaut und die Eileiter verkleben.

Bei Neugeborenen, die die Erkrankung von ihrer Mutter erhalten haben, zeigt sich die Gonorrhoe in den Augen, da sich hier die Bakterien aus dem Vaginalbereich der Mutter am besten ansiedeln können. Die Augen sind dann stark gerötet und entzündet. Sie können eitrig verkleben und im schlimmsten Fall – wenn die Gonorrhoe nicht behandelt wird- erblinden.

Aber auch bei Erwachsenen kann die Gonorrhoe weitreichendere Folgen haben als Juckreize.
Wird die Erkrankung nicht frühzeitig behandelt, haben die Bakterien genügend Zeit sich zu vermehren und auszubreiten. Beim Mann können sie Hoden und Nebenhoden befallen und genauso, wie bei der Frau zur Unfruchtbarkeit führen.
Bei der Frau kann sich durch die Lage der Eierstöcke auch das Bauchfell mit entzünden, dann ist der gesamte Bauchraum betroffen.
In seltenen Fällen können die Bakterien sich bis in die Blutlaufbahn ausbreiten und gelangen dann in den Körperkreislauf und damit in alle Organe. Spätestens dann wird die Gonorrhoe lebensbedrohlich.

Die Bedeutung von Gonorrhoe, Gonorrhöe, Tripper

Wie stellst du fest, ob du Gonorrhoe hast und was dann?

Wenn du den Verdacht oder die Sorge hast, dich mit Gonorrhoe infiziert zu haben, kannst du zunächst folgende Symptome bei dir überprüfen:

  • gerötete Harnröhrenöffnung, Schmerzen beim Wasserlassen
  • Juckreiz der Schleimhäute im Intimbereich
  • verfärbter Ausfluss (milchig-weiß oder auch grünlich)

Du solltest auch darüber nachdenken, ob du gegebenen Falls einige Tage vor dem ersten Auftreten der Beschwerden Geschlechtsverkehr hattest. Vor allem der ungeschützte Verkehr spielt hier eine Rolle. Oder auch, wenn du zwar ein Kondom benutzt hast, dieses aber verrutscht oder gerissen ist. Auch Oral oder Analverkehr musst du in Betracht ziehen.
Solltest du diese Symptome bei dir oder deinem Sexualpartner feststellen, solltest du sofort zum Arzt deines Vertrauens gehen. Das ist für Männer der Urologe und für Frauen der Gynäkologe. Grundsätzlich ist es vor allem für Frauen zu empfehlen, sich regelmäßig vom Gynäkologen darauf checken zu lassen, da die Krankheit sich erst sehr spät zeigt.
Je früher man sie erkennt, desto erfolgreicher ist die Therapie.

Dein behandelnder Arzt wird zur Diagnosestellung einfach einen Abstrich von der Harnröhre oder bei Frauen vom Gebärmutterhals nehmen und diesen im Labor untersuchen.
Sollte dabei tatsächlich eine Infektion mit Gonorrhoe festgestellt werden, wird dein Arzt dir ein Antibiotikum verschreiben. Hausmittelchen helfen bei der Gonorrhoe nicht, höchstens kannst du mit ein paar Tipps aus dem Internet die Symptome lindern, also empfiehlt es sich das Antibiotikum gewissenhaft zu nehmen.
Die Bakterien der Gonorrhoe entwickeln sehr schnell Resistenzen gegen verschiedene Antibiotika, das bedeutet, dass sie einen Schutzmechanismus gegen das Medikament entwickeln. Daher ist es wichtig, dass du das Antibiotikum exakt nach den Anweisungen deines Arztes nimmst. Sollte es trotzdem zu einer Resistenz kommen, wird dir ein anderes Antibiotikum verschrieben.

Früher gehörte Gonorrhoe noch zu den meldepflichtigen Erkrankungen, das ist heute nicht mehr so. Trotz dem hast auch du eine Verantwortung, dass die Krankheit nicht weiter übertragen wird. Solltest du also feststellen, dass du dich infiziert hast, solltest du auch unbedingt deinen Geschlechtspartnern dazu raten zum Arzt zu gehen, damit auch die sich behandeln lassen. Dadurch wird ein Fortschreiten der Erkrankung und auch die Verbreitung vermieden.
Bei einem festen Partner kann es auch sonst zu einem Ping Pong Effekt kommen, wenn beide Partner sich immer wieder gegenseitig anstecken.

Wie kannst du eine Infektion im voraus vermeiden?

Die höchste Wahrscheinlichkeit sich mit Gonorrhoe zu infizieren, hat man, wenn man häufigen ungeschützten Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern hat. Eine Impfung speziell gegen Gonorrhoe gibt es noch nicht.
Du könntest jetzt weniger Geschlechtsverkehr oder weniger Partner haben, um dich nicht mit Gonorrhoe anzustecken. Die aller sicherste Methode ist allerdings eine ganz einfache.
Die richtige Anwendung eines Kondoms schützt in über 99 Prozent der Fälle vor einer Übertragung der Krankheit. Denn das Kondom verhindert den direkten Kontakt der Schleimhäute des Intimbereichs und die Bakterien haben keine Chance auf den Geschlechtspartner überzugreifen.

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