Filzläuse behandeln

Filzläuse werden im Volksmund auch als Sackratten bezeichnet. Doch so harmlos sind diese Läuse sind, denn hierbei handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit. Allerdings können die Läuse nicht nur durch den Geschlechtsverkehr übertragen werden, sondern durch Kleidung oder auch über Polster wie auf dem Sofa oder im Bett.

Was bei Filzläusen tun? Alles was tun wissen solltest

Was sind Filzläuse genau?

Hierbei handelt es sich um eine Laus die ungefähr 1 bis ca. 1,5 Millimeter lang ist. Der Körper der Filzlaus ist grau und die Gestalt ist breit. Am Körper tragen die Filzläuse 6 zapfenartige Auswüchse die immer paareise auftreten. An den sechs Beinen am Ende befinden sich jeweils kräftige Klauen mit denen sich die Filzläuse an den Haaren der Menschen festhalten können.

Zusätzlich legt die Filzlaus die Eier in die Haare, die dort kleben bleiben. Diese Eier der Filzläuse werden auch Nissen genannt. Je nach Mensch kann es zu unterschiedlich starken Reaktionen auf den Biss der Filzlaus kommen. In der Regel ist ein starker Juckreiz und an den betroffenen Stellen kann es zu einer blauen Verfärbung der Haut kommen. Dabei treten die Läuse vermehrt im Schambereich auf, wobei dies nicht die einzige Stelle ist. So wandern die Läuse auch gerne in die Behaarung unter den Armen, in den Augenbrauen und sogar bis zu den Wimpern. Ebenfalls schön warm und feucht ist es unter den Armen. Somit kann sich die Filzlaus über den gesamten Körper verteilen. Dabei lebt eine Laus ungefähr drei Wochen und legt in dieser Zeit ihre Eier bzw. Nissen. Dabei kann eine einzige Laus am Tag bis zu drei Eiern legen.

Die Laus ernährt sich vom Blut es Menschen, was dann auch den Juckreiz erzeugt. Denn hierbei sondert die Laus ein Sekret ab, damit der Mensch den Biss nicht merkt. Die Folge sind blaue Stellen und ein vermehrter Juckreiz, was aber bei jedem Menschen unterschiedlich stark sein kann.

Was tun bei Befall mit Filzläusen

Hier gibt es spezielle Shampoos, Lotionen, Lösungen, Sprays oder Cremes, die entweder den Wirkstoff Pyrethrum oder Lindan enthalten. Dabei wird das Mittel auf die betroffene Haustelle aufgetragen. Die Substanz muss dann über mehrere Stunden einwirken, damit nicht nur die Filzläuse sondern auch die Nissen bzw. Eier mit abgetötet werden. So wird eine erneute Vermehrung der Filzläuse direkt verhindert. Doch in der Regel ist es mit einer Behandlung hier noch nicht getan, sondern nach ungefähr einer Woche sollte diese Behandlung gegen die Filzläuse wiederholt werden. Denn es können immer Eier übrig geblieben sein, aus denen dann wiederum Larven schlüpfen, die sich dann zu Filzläuse entwickeln.

Doch alleine die Behandlung des Schambereiches genügt hier nicht. Gerade bei Männern sollten der Bauch, die Oberschenkel und das Gesäß direkt mitbehandelt werden. Sinnvoll kann auch eine komplette Rasur dieser Partien am Körper sinnvoll sein. Gerade bei Männern mit sehr starker Behaarung ist dies immer besser, um die Filzläuse wirklich zu vernichten. Sollte der Mann einen Bart tragen, dann muss der Bart entfernt werden.

Weitere Verhaltensweisen bei Filzläusen

Hier sollte auf engen Körperkontakt genauso wie auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Dies gilt solange, bis die Behandlung gegen die Filzläuse erfolgreich abgeschlossen wurde. Doch diese Behandlung bezieht sich nicht nur auf die betroffene Person, sondern sollte auf alle Familienmitglieder ausgedehnt werden.

Dies dient zum einen der Vorbeugung und zum anderen, damit kein Jojo-Effekt entsteht. Denn so können sich die Familienmitglieder immer wieder gegenseitig anstecken, was auch ganz ohne Geschlechtsverkehr geht. So sollten auch die Kleidung, Bettwäsche Handtücher und Unterwäsche bei hohen Temperaturen oder bei 60 Grad in der Maschine waschen.

Sollte das nicht möglich sein, was gerade bei empfindlichen Textilien der Fall ist, können diese Kleidungsstücke auch in einen Plastiksack eingepackt werden. Diesen Sack fest verschnüren und dann mindestens drei Tage, besser noch einige Wochen luftdicht verschlossen halten. So kann der Sack auch in die Gefriertruhe oder im Gefrierschrank aufbewahrt zu werden. Die Zeit ist deshalb nötig, damit dann wirklich alle Filzläuse abgestorben sind. Selbst der Nachwuchs wird so gleich abgetötet, denn in der Regel verhungern die Läuse da kein menschliches Blut zur Ernährung vorhanden ist.

Wie lange dauert die Behandlung?

Da es sich bei Filzläusen um einen Parasiten handelt, ist die Behandlung ziemlich unkompliziert. In der Regel genügt eine Behandlung, da eine Filzlaus nicht länger als 24 Stunden ohne Wirt leben kann. Einzig die Nissen sind hier hartnäckiger, können aber mit den Shampoos und Lotionen schnell und effektiv getötet werden.

Filzläuse gehören zwar zu den Geschlechtskrankheiten, sind aber bei der Behandlung daher als einfach anzusehen. Natürlich ist die Behandlung nur dann erfolgreich, wenn dann alle Regel wie oben genannt, eingehalten werden. Ansonsten kann sich jeder in der Familie wieder mit Filzläusen anstecken und dies kann unendlich gehen.

Mit ein wenig Sorgfalt sind Filzläuse wirklich schnell und effektiv zu behandeln. Dies gilt genauso für Frauen wie für Männer, wobei die Rasur der Intimbehaarung immer von Vorteil sein kann. In einzelnen Fällen müssen auch die Wimpern und die Augenbrauen mitbehandelt werden. Wenn Du sicher gehen willst, solltest Du diese Stellen gleich bei der ersten Behandlung mit einbeziehen.

Wie erkennst Du einen Befall?

Gerade Nachts kann es zu einem starken Juckereiz im Schambereich kommen. Zusätzlich verfärbt sich häufig die Haut, was natürlich auch andere Ursachen haben kann. Daher solltest Du bei einem Verdacht auf Filzläuse, direkt zu einem Arzt gehen. Hier kann ein Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten direkt eine Untersuchung machen.

Durch die Größe der Filzläuse und deren Nissen genügen hier schon ein Blick auf die betroffenen Stellen. Dies geht mit oder ohne eine Lupe, wobei viele Ärzte sicherheitshalber nochmals ein Mikroskop in die Untersuchung mit einbeziehen. Danach kann der Arzt dann direkt die richtigen Maßnahmen zur Vernichtung der Filzläuse veranlassen. Dazu gehören dann die notwendigen Mittel und natürlich auch die Verhaltenshinweise. Auf Geschlechtsverkehr sollte in dieser Zeit verzichtet werden, bis feststeht das die Filzläuse wirklich ausgerottet sind.

Filzläuse an den Wimpern und den Augenbrauen behandeln

Hier gilt Vorsicht, denn die normalen Mittel sind einfach zu stark und könnten die Augen schädigen. Falls ein Befall an den Wimpern und Augenbrauen vorliegt, sollten diese Partien mit Vaseline gut eingecremt werden. Danach dann die Läuse und Nissen mit einer Pinzette entfernen. Wenn Du keine Vaseline zu Hause hast, kein Problem dann kannst Du auch ganz normales Öl aus der Küche verwenden.

Verbildlichung von Filzläusen behandeln

Warum gelten Filzläuse als Geschlechtskrankheit?

Ähnlich wie Tripper, Gonorrhoe und HIV werden Filzläuse ebenfalls beim Geschlechtsverkehr übertragen. Allerdings gibt es bei den Schamläusen einen Unterschied, denn diese können auch über die Kleidung oder auch Handtücher übertragen werden.

Allerdings lieben diese Läuse es schön warm und ein wenig feucht, also genau wie es im Schambereich und auch in den Achselhöhlen der Fall ist. Weniger toll finden es die Schamläuse auf dem Kopf, wobei es natürlich auch Kopfläuse gibt. Gerade wenn ein Befall festgestellt wurde, muss daher immer gleich der Partner und die im Haushalt lebenden Personen behandelt werden. Denn die Ansteckung geht bei Filzläuse auch ohne Geschlechtsverkehr, womit diese sich dann in einem Haushalt ausbreiten können.

Bis vor einigen Jahren gingen dann auch Gerüchte um, dass Filzläuse nur an Personen gehen, die es mit der Hygiene nicht so genau nehmen. Das ist allerdings ein Gerücht, denn die Läuse nehmen es da nicht so genau. Egal ob eine Person sich viel oder weniger viel Duscht, den Läusen ist das vollkommen egal.

Alternative Heilmethoden

Da die Schamläuse die Schamhaare benötigen um sich daran festhalten zu können, kann eine komplette Rasur eine große Hilfe sein. Dabei haben Forscher erstaunliches festgestellt, denn die Zahl der Infektionen ist seit dem Jahr 2003 fast auf 0 gesunken. Dies kommt daher, das sich immer mehr Menschen im Schambereich rasieren und somit haben die Filzläuse ihren Halt verloren.

Allerdings kann es immer noch vereinzelt zu einem Befall kommen, doch der Wechsel von einem Wirt zum anderen scheint für die Filzläuse immer schwieriger zu werden. Dafür haben die Erkrankungen anderer Geschlechtskrankheiten keinen solchen Erfolg zu vermelden, sondern in manchen Fällen sogar eine Zunahme. Also Schützen ist her immer mehr als wichtig.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.